Fortpflanzung, Geburt und Jungenaufzucht

 

Geschlechtsreife:

Bei den Zwergkanichen und den kleinen Rassen setzt die Geschlechtsreife bereits im Alter von 3 bis 4 Monaten ein.

Zuchtreife:

Häsinnen sollten aber frühestens mit 6 Monaten zur Zucht eingesetzt werden.
Rammler sollten mindestens 7 Monate alt sein.
Züchtet man mit jüngeren Tieren, so besteht die Gefahr, daß die Häsin eine Fehlgeburt erleidet, oder mit der Jungenaufzucht überfordert ist und diese nicht aufzieht.

Paarung:

Grundsätzlich sollte die Paarung im Stall oder Revier des Rammlers erfolgen, da sonst die Häsin ihr Revier verteidigen wird und dem Rammler unter Umständen Verletzungen zufügt.
Nach erfolgreichem Deckakt gleitet der Rammler mit einem leisen Brummlaut seitlich von der Häsin und bleibt danach manchmal wie in einem Krampf kurze Zeit starr liegen.
Ausschlaggebend für eine Befruchtung ist die Anzahl der bereits befruchtungsfähigen Eier im Eierstock; ein einmaliger Deckakt genügt also vollkommen.
Der Eisprung wird bei der Häsin durch den Deckakt ausgelöst. Etwa 10 Stunden nach dem Deckakt beginnt der Eisprung.

Trächtigkeit:

Einige Tage nach dem Deckakt beginnt die Häsin oft im Stroh herumzuscharren.
Wenn die Häsin in den darauffolgenden Wochen ein verändertes Verhalten zeigt, dann ist sie mit hoher Warscheinlichkeit trächtig.
Jetzt sollte man das Kaninchen nicht unnötig herumtragen und ihm etwas Ruhe gönnen.
Man sollte der Häsin etwas mehr Futter geben als bisher, vor allem vitaminreiches Grünfutter, gekochte Kartoffeln und Möhren.
Vor der Geburt sollte der Rammler auf alle Fälle in einen anderen Käfig sein, da dieser das Muttertier bereits unter der Geburt wieder decken würde.

Geburt:

Einige Tage vor dem Geburtstermin baut die Häsin aus Heu und Stroh ein Nest, das die meist unmittelbar vor der Geburt mit Haaren, die sie sich am Bauch ausrupft, auspolstert.
Nach 28 bis 31 Tagen erfolgt die Geburt der Jungtiere.
Direkt nach der Geburt und, in den ersten Tagen einmal täglich, sollte man das Nest kontrollieren und tote Jungtiere entfernen.
Da manche Häsinnen empfindlich auf die Nestkontrolle reagieren, setzt man die Häsin am besten kurz in einen anderen Stall.
Auch sollte man mit seinen Händen vorher mehrmals durch das Fell der Mutter streichen, um deren Geruch anzunehmen.

Jungenaufzucht:

Die Jungen sind echte Nesthocker, sie kommen nackt und blind auf die Welt.
Das Muttertier säugt die Jungen in der Regel 1 bis 2mal am Tag einige Minuten lang. Sie sollte hierbei nicht gestört werden.
Manchmal nehmen Kaninchenmütter ihre Jungen nicht an, dann sollte man die Jungen von einer anderen Häsin aufziehen lassen, die Junge im gleichen Alter hat.
Die Jungen haben ab dem 4. Tag ein Fell, sie öffnen zwischen dem 10. und 14. Tag die Augen.
Ab dem 17. Tag verlassen sie das Nest, um auf Nahrungssuche zu gehen.
Die Mutter füttert die Jungen in der Regel 6 bis 8 Wochen lang, sie hat in dieser Zeit einen erhöhten Wasserbedarf.
Frühestens mit 6 Wochen kann man die Jungen von der Mutter trennen, sollte sie aber noch weitere 2 Wochen in ihrer gewohnten Umgebung lassen.


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